Seit 1992 in Berlin.
Seit 1992 lebt Ibrahim Bağ in Berlin, ursprünglich stammt er aus der
Türkei. Er arbeitet in der Gastronomie als Frühstücksbetreuer im Hotel –
mit derselben Herzlichkeit, mit der er auch seiner Nachbarschaft begegnet.
Seit 25 Jahren wohnt er in Neukölln, mitten in der High-Deck-Siedlung, die
für ihn längst Heimat geworden ist.
Für Ibrahim ist die High-Deck-Siedlung ein besonderer Ort: Ein Treffpunkt vieler
Kulturen, Sprachen und Religionen – und ein Ort, an dem Zusammenleben
funktioniert, wenn man sich mit Respekt begegnet. Er organisiert selbst Abende zu
verschiedenen Kulturen und schafft damit Brücken zwischen Menschen.
„Jeder hat eine Kultur, und jeder soll mit seiner Kultur leben – aber mit
Respekt. Wenn die Leute Respekt haben, können sie zusammenleben.“
Eine prägende Erfahrung in Ibrahims Leben war die Geburt seines ersten Kindes mit Down-Syndrom. Aus dieser Erfahrung entstand Engagement: Ibrahim war Mitgründer der “Sonnenfamilien” – einem Treffpunkt für Familien mit Kindern mit Behinderungen. Dort tauschten Eltern Erfahrungen aus, gaben sich Rat und unterstützten einander – eine Initiative aus dem Herzen heraus.
„Wir haben uns getroffen, die Kinder haben zusammen gespielt, und wir Eltern haben
voneinander gelernt. Das war wichtig für uns alle.“